Dein Weg zu Dir
spirituelle Lebensberatung/Wegbegleitung

Widerstand



Gestern habe ich über Veränderung geschrieben.

Eng verbunden mit Veränderungen ist der Widerstand.

 

Wir brauchen in den heutigen Tagen im Außen nicht weit zu suchen. Da gibt es Brecher von Corona-Social-Distancing-Regeln und wir haben Demos und Klagen gegen die von der Legislative getroffenen Regelungen.

 

Wenn es Veränderungen gibt, gibt es auch immer die Menschen, welche am Status Quo festhalten wollen und allen anderen ihren Nicht-Willen zur Veränderung aufzwingen wollen.

 

Dies gibt es natürlich auch im kleinen Rahmen innerhalb der Familie und Beziehungen.

Und oft scheitern, daran dann auch geplante Veränderungen oder schon vollzogene Veränderungen. Einfach um des lieben Friedens willen wird klein bei gegeben.

Dies sieht man sehr häufig in Beziehungen.

Der eine Partner möchte eine Veränderung, welche sich im Inneren schon vollzogen hat auch ins Außen bringen und erst einmal gibt es dann Streit, also Widerstand. Der Partner soll sich gefälligst an die alten Spielregeln halten. Es kommt nun auf die Stärke des veränderungswilligen Partners an. Ist er innerlich schon stark genug, zu der eigenen Veränderung zu stehen oder zieht er den Kopf ein und macht sich wieder klein.

Ist der Veränderungswillige standhaft, so bleiben dem Gegenüber zwei Optionen. Die Veränderung zu akzeptieren uns somit die eigene Veränderung erlauben oder kämpfen um den Status Quo wieder herzustellen. Was letztlich auch zu einer Trennung führen kann. Langfristig wird der Kampf zur Trennung führen. Denn selbst wenn der Veränderungswillige nachgibt, so verschwindet sein neues Bewusstsein der Situation, die neuen Werte, die neue Wahrnehmung nicht mehr so einfach. Es bedarf eines großen Kampfes um wieder zum Status Quo zurückzugehen. Er kostet sehr viel Kraft und kann zu Krankheiten und psychischen Erkrankungen führen. Wer stark genug ist wird irgendwann die ungesunde Situation verlassen, also Trennung.

Gute Beziehungen sind immer die Beziehungen, wo beide Partner miteinander wachsen.

 

Aber es gibt noch eine Art von Widerstand. Nicht den der im Außen ist, sondern der in unserem Inneren wächst.

Oft ist er als Angst getarnt.

Kommen neue Herausforderungen (Veränderungen) auf uns zu, so kriegen wir es oft mit der Angst zu tun und leisten oft auch unbewusst Widerstand.

Fragen wie „Bin ich gut genug?, Schaffe ich das, was wenn nicht? Und soviele mehr, laufen dann in uns ab.

Oder jemand vertritt eine Überzeugung, die wir nicht teilen und gehen in den Widerstand um unsere Überzeugung (Glaubenssystem) zu schützen. Das Spektrum im Inneren ist sehr vielfältig.

Durch den Widerstand versuchen wir uns in unserem eigenen Status Quo zu halten und stehen unserer eigenen Entwicklung im Weg. Oft ist es nicht das Außen, welches einen zurückhält, sondern man Selbst tut es und wie gesagt meist auf eine unbewusste Weise, welche sich häufig durch Ängste ausdrückt.

 

Ich Selbst kann vom Widerstand gegen mich Selbst ein Lied singen.

Ich war darin Weltmeister, aber ich habe den Titel abgegeben und übe mich in der Akzeptanz meiner Selbst (Selbstliebe).

Da ich sehr tief im Widerstand gegen mein eigenes Sein war, durfte ich auf meinem Weg sehr vielfältige Erfahrungen mit dem Widerstand sammeln.

Der Widerstand zeigte sich bei mir häufig in der Aussage „Nie und nimmer ...“

Immer wenn ich dies in irgendeiner Form aussprach, so ging mein Weg geradewegs dorthin und durch die ganzen Widerstände hindurch.

Man sollte meinen man würde klüger werden nach dem ersten, zweiten oder dritten Mal, ja vielleicht ein wenig. Es gehört dann alles zum Erfahrungsweg dazu, wenn man sich viele Wiederholungen gönnt – der Weg war lang.

Denn wer nicht hören will, der muss fühlen.

Also das Beste ist, man geht sich Selbst aus dem Weg und erlaubt die Veränderungen und geht in die Rolle des Beobachters. Dies ist die Weisheit, die ich aus allen Widerstandsspielchen gelernt habe.

Denn wie ich schrieb „Leben ist Veränderung“ und da hilft letztendlich kein Widerstand, irgendwann bricht er oder aber der tragische Fall der Mensch zerbricht daran.

 

Ich habe auf meinem Weg viel auf der Bremse gestanden, aber irgendwann sind die Bremsklötze runtergefahren, wenn das Leben gleichzeitig Gas gibt. Oder ein anderes Bild der reißende Fluss, wo man sich an einem Stein festklammert. Irgendwann werden die Arme lahm und man wird mitgerissen, mit dem Fluss des Lebens.

 

Daher ist es ratsam sich seine eigenen Widerstände anzuschauen. Sie zu akzeptieren und somit in die Auflösung zu geben. Denn Widerstände haben auch immer wieder Schutzfunktionen für unsere Persönlichkeit. So dass wir nicht zu radikal in den Veränderungen werden und die Persönlichkeit es nicht verkraftet.

 

Die Veränderungen in unserem Leben verlaufen auf ganz natürliche Weise.

In dem Tempo wir bereit sind sie anzunehmen, umzusetzen, wenn wir uns aus dem Weg gehen, Erlauben und uns auf den Beobachtungsposten begeben.

 

Bist du bereit?



Talling, 12.06.2020








 

Kontakt: Marion-Dostert@t-online.de, Tel. 06504/955043